Raus aus der Tretmühle! – Rein in lebendige Freiheit & Unabhängigkeit!
Arbeit, Träume & Leben im Einklang. – Den eigenen Weg leben!

Ich reise allein, fast jedenfalls, denn ich habe ja meine beiden vierbeinigen Begleiter. Mit den zweien im Arm manchmal irgendwo an einem wunderschönen Platz zu sitzen und ihre Körperwärme, ja überhaupt etwas anderes lebendes so nah zu spüren, das tut mir gut. Diese Freude nicht zu haben, wäre mir ein großer Verlust! Zumal der Große auch meine „Leibwache“ ist. Er gibt mir an den oft abgelegenen Plätzen, an denen ich mich immer wieder aufhalte, ein Gefühl von einer gewissen Sicherheit und das entspannt mich.

Im Gegensatz zu vielen Bloggerkollegen, die zahlreiche, oft schnelle Reisen in ebenso zahlreichen Hotels absolvieren, reise ich in meinem Fahrzeug, einem alten, betagten Wohnmobil, klein genug, um auch in manchen Örtlichkeiten noch halten und parken zu können, die von den großen Schiffen mancher anderer Wohnmobilisten gar nicht genutzt werden können. Die Vorteile eines letztendlich günstigeren halben Doppelzimmerpreises fehlen mir also nicht, wenn ich alleine unterwegs bin.

Mir sind andererseits auch Ansammlungen von vielen dieser mobilen Schlachtschiffe nicht angenehm. Spätestens, wenn mehr als zehn Wohnmobile auf einem Haufen herumstehen, schlimmstenfalls auf einem hässlichen Parkplatz, dicht an einer Straße, ist der Platz nicht mehr meiner. Es nähme mir eine gute Lebensenergie, dort länger zu stehen.  Energie, die ich, ohne solche Nachbarschaft, relativ oft gut halten kann. Bislang habe ich es auch für kürzere Momente vermeiden können, auf solchen Plätzen zu stehen, ich suche mir meine eigenen. (Das ist auch mit ein Grund dafür, dass ich hier keine „supergeheimen“ Tipps für supergeheime Plätze abgeben möchte. Ich denke, wer sucht findet, oft genau das, was optimal ist. Mir gelingt das, wenn ich es entspannt zulassen und annehmen kann.)

Nein, da bin ich wirklich lieber alleine irgendwo, mal am Meer, mal in den Bergen, manchmal in einer Stadt in einer Seitenstraße, gerne in Hafennähe – sofern dort einer ist. Ich suche gerne Bars und Restaurants auf, in denen es viele Einheimische gibt. Das ist gut, günstig und fühlt sich für mich besser an, als wenn ich auf Englisch bestelle, obwohl ich gar nicht in einem englischsprachigen Land unterwegs bin. Ich freue mich dann, dass ich recht ordentlich Französisch, sowie gut Spanisch spreche und mich auch in englischsprachigen Ländern sicher und umfassend verständigen kann.

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Ich treffe immer wieder nette, manchmal sogar ganz wunderbare Menschen unterwegs, so dass ich auch immer wieder die große Freude habe, längere Gespräche zu führen, mit Personen, die mir begegnen, die sehr sympathisch sind und die mir auch leibhaftig gegenübersitzen. Das ist für mich oft eine große Freude. Denn manchmal tut es mir wirklich sehr gut, einen Gesprächspartner mit allen Sinnen wahrnehmen zu können. Es ist schön, zu zweit eine Wanderung zu machen, besonders dann, wenn der Tipp dazu auch noch von dem Wanderpartner kommt. Ich genieße es, eine bestimmte kleine Kneipe nur wegen eines Hinweises zu entdecken, und dort dann allein, oder auch mit dem Hinweisgeber, ein Gläschen Wein und ein paar fantastische Tapas zu konsumieren. Manchmal ergeben sich, gerade aufgrund der Tatsache, dass wir uns gar nicht kennen, uns vielleicht auch nie mehr wieder begegnen, erstaunlich offene und tiefschürfende Gespräche. Ich kann es inzwischen auch gut ertragen, dass diese häufig keine Fortsetzung haben. Manchmal trifft man sich dann, womöglich Wochen später noch einmal. Gelegentlich schaffe ich es, an die vorherige gute Erfahrung anzuknüpfen, aber auch wenn nicht: Das schöne Gespräch, die gelungene Wanderung bleiben mir. Und das ist gut so.

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Für mich ist es allerdings sehr wichtig, dass ich trotz meiner langen Abwesenheit die Kontakte in Deutschland aufrechterhalte, die ich dort zu Menschen habe, die mich über Jahre, manchmal auch über Jahrzehnte begleitet haben. Die ein Erlebnis, welches ich ihnen schildere, sofort in einen Kontext einordnen können. Die mir zu einem schönen, oder auch zu einem tieftraurigen Gefühl etwas sagen können, was mir dann vermittelt, dass meine Zugehörigkeit dorthin Bestand hat. Ich habe mir fest vorgenommen, fast täglich mit einer der mir wichtigen Personen und Freunde zu reden. Denn in diesen Gesprächen habe ich eine Verbindlichkeit und oft auch eine Tiefe, die mir sonst wohl unterwegs sehr fehlen und vielleicht irgendwann abhandenkommen könnten.

Skype und Wegfall der Roaminggebühren sei Dank: Ich kann völlig problemlos stundenlang quatschen, wenn es für mein, oder auch für das Wohlbefinden meines Gesprächspartners vonnöten ist. Damit fühle ich mich ganz wunderbar eingebunden in meine wichtigsten Beziehungen und zutiefst dankbar, für die Möglichkeiten, die es heute gibt. (Das war doch in meiner Jugend, als nur entweder ein kurzes Lebenszeichen in die Heimat aus der Telefonzelle oder ein Glas Wein bezahlbar waren, noch ganz anders!) Vor kurzem habe ich eine Freundin aus Deutschland mit ihrem Mann getroffen, die einen Kurztripp an die Algarve gebucht hatten. Wir hatten ein paar gemeinsame Tage. Toll! Und so etwas immer gerne wieder!

So genieße ich es, jedenfalls heute, nach gut zwei Monaten on the road noch immer sehr, dass ich alleine reise, mir sehr spontan überlegen kann, was ich tun möchte. Egal ob bleiben, weiterreisen, am Strand liegen oder durch die Berge kraxeln … und dass sehr frei bin, meine ureigene Entscheidung zu treffen.

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Länger an einem Ort zu bleiben, hat sich für mich als oft gute Entscheidung erwiesen. Zu bleiben, obwohl ich etwas „schon gesehen habe“ macht manchmal die Tür auf, zu den vielen kleinen Erfahrungen, die ich sehr liebe. Es gibt Zeit zur Entdeckung eines hübschen Geheimnisses vor Ort, oder zu Wiedersehensfreude in einer kleinen Bar, die ich dann vielleicht öfter aufsuche, zu einem lehrreichen Gespräch mit einem Fischer oder Bauern. Für mich ist manchmal ein wenig bleiben auch ausgesprochen nützlich dafür, in einen guten Rhythmus von schreiben und relaxen zu gelangen. Der hält mich in dem Gefühl, mit beidem riesig viel Spaß und Anregung zu bekommen. Und weg davon, „noch schreiben zu müssen“! (s. demnächst auch: Ich muss gar nichts!)

Manchmal habe ich auch, sozusagen als Ausgleich, zu einem recht einfachen Leben in meinem fahrbaren Zuhause, ein echtes Faible für gute Hotelbars. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass dort in guten Anlagen manchmal alles geboten wird, was mir gelegentlich etwas fehlt. Gediegene Atmosphäre, schön und insbesondere großzügig gestalteter Raum, leckere Kleinigkeiten, Strom und WiFi Zugang. So entstehen manche Teile meiner Bücher in guten Hotels, während mein Zuhause in der Nähe parkt. Die Leute, die ich dann treffe, sind oft ein anderer Schlag, als die an Stränden und in den Bergen. Beides zu kombinieren macht mir Spaß.

Also: Alleine zu reisen gefällt mir gut. Einsam fühle ich mich dabei nur ganz selten. Genau das kann mir aber überall passieren, manchmal auch umgeben von vielen mir bekannten Menschen. Hin und wieder bin ich unterwegs traurig, manchmal besorgt, irritiert oder auch mal genervt. Das aber viel seltener, als Zuhause in Deutschland. Meine vordringliche Empfindung ist zurzeit sehr häufig tiefe Dankbarkeit! – Für alles was ich erleben darf! Welch ein großes Glück!

Ich bin neugierig auf Deine Erfahrungen mit alleine reisen!

Hab einen wunderbaren Tag!

Deine Diana

 

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