Raus aus der Tretmühle! – Rein in lebendige Freiheit & Unabhängigkeit!
Arbeit, Träume & Leben im Einklang. – Den eigenen Weg leben!

Oh je Ihr Lieben, ich habe ja schon immer gewusst, dass meine Stimmungen sehr eng an das Wetter gekoppelt sind. Wie sehr das auch beim Reisen der Fall ist, habe ich jetzt auch in den letzten drei Wochen meiner Fahrt sehr intensiv und nicht immer erfreulich feststellen dürfen.

In den Bergen der Sierra Grazalema (wunderschöne Ecke!) begann es: Temperatursturz und Regen. Eines von beiden ist noch ganz ok, aber beides? Kalt und kein ausreichender Solarstrom mehr! Ist zu viel des Missvergnügens. Also: Flucht runter an die Atlantikküste zwischen Tarifa und Barbate! Echt eine wirklich ganz wunderschöne Gegend. Ewig lange Strände, Pinienwälder und nette Leute.

Tags drauf: Dauerregen und Sturm. Laut Wetterbericht angekündigt, dass es etwa zwei Wochen so oder so ähnlich bleibt. (längere brauchbare Vorhersagen gibt es nicht) Das ist mir zu lange, viel zu lange denn: Spätestens ab Tag drei heißt das, der Solarstrom reicht nicht mehr zum Schreiben. Ab dem Folgetag dann ganz sicher für fast gar nichts mehr. Also Wetterberichte im Übrigen checken und noch mal eine fluchtartige Reise, diesmal in Richtung Osten, östliche Costa de Almeria, dorthin, wo das Klima zu den trockensten der spanischen Mittelmeerregion gehört und wo zumindest stundenweise Sonne angekündigt wird.

Fein daran: Ich habe wieder einmal entdeckt, wie schön es in diesem kargen Landstrich sein kann, sobald ich die vielen ganz gräßlichen Plastikgewächshäuser hinter mir lasse. (Die allerdings sind wirklich eine Sünde gegenüber dem Auge und der Natur!) Und tatsächlich, es ist um einiges sonniger, durchaus auch wärmer. Ich habe für ein paar Tage meinen Solarstrom und mache zwei wunderbare Wanderungen. Wieder arbeiten geht auch, aber schon nach zwei Tagen kommt richtig heftiger Sturm auf. So heftig, dass ich in meinem fahrbaren Zuhause wirklich Sorgen bekomme, dass ich demnächst von der Steilküste, an der ich stehe, abheben und ins Meer fliegen könnte.

Für eine eindeutig klaustrophobisch veranlagte Frau wie mich, ist die Vorstellung eingesperrt in einem Wohnmobil im Meer zu ertrinken, dies sogar gemeinsam mit meinen beiden vierbeinigen Reisebegleitern, ziemlich fürchterlich. Also: Wetterberichte checken, noch mal fast hundert Kilometer weiter nach Osten.

Auch dort: Zwar deutlich mehr Sonne, aber auch starker Wind. Etwas weniger als auf der Klippe, aber genug, um in einem schwankenden „My car is my Home, and my Home is my Castle“ doch auch etwas weniger zufrieden zu arbeiten und zu leben, als angestrebt. Immerhin, ich kriege mein letztes Buch fertig. Ich bin froh, dass ich das, allen ungeplanten Streckenrekorden und Reisezeiten zum Trotz, geschafft habe. Auch Internetproblemen und sonstigem zum Trotz. Aber es kostet mich doch die gewisse Relaxtheit, die ich beim Arbeiten davor so begeistert hatte.

Das heißt: manche Rahmenbedingungen kosten mich genau das, was ich unterwegs suche. Nämlich zufriedene Gelassenheit, Entspanntheit und ruhiges, stressfreies Arbeiten. Ganz konkret: Schlechtes Wetter über zu lange Zeit killt meine Stimmung, weil der Einfluss auf alle Rahmenbedingungen sehr unschön und belastend ist.

Und obwohl ich bereits seit fast zehn Tagen die schlimmsten Auswüchse hatte meiden können, vor den weniger schlimmen immer Reißaus genommen habe. In der letzten Woche musste ich dann doch wieder in das miese Wetter ziehen. Denn ich bin für heute mit einer lieben Freundin in Lissabon verabredet. Also, weil mein fahrbares Castle nicht so schnell fährt und ich auch keine Lust habe 1400 Kilometer in zwei Tagen runter zu schrubben: Wieder Richtung Tarifa. Rund fünfhundert Kilometer und das bei unglaublichem Sturm. (Manche unerquicklichen Randerscheinungen erspare ich Euch) Dort im strömenden Regen mein dem Sturm zum Opfer gefallenes Dachfenster flicken und weiter bis an die spanisch portugiesische Grenze. Dort einen Tag Pause bei halbwegs erträglichem Wetter, dann bis an die West Algarve, natürlich im Regen! Immerhin, am nächsten Tag lässt sich dort stundenweise die Sonne blicken. Also bleibe ich einen Tag länger und atme leise auf.

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Brauche ich auch, bevor ich dann am Freitag wieder losfahre, am Samstag in Lissabon ankomme und feststelle: Auch Städte sind einfach bei Sonnenschein deutlich schöner und lebendiger, als bei ständigem Regen.

Es bleibt Hoffnung: Ab übermorgen soll es besser werden. Öfter Sonne, weniger Wind, kaum Regen … zumindest mal für drei Tage. Mal sehen wie es danach weitergeht. Ursprünglich hatte ich die Absicht, über den Norden Spaniens langsam wieder an und über die Pyrenäen nach Frankreich zu ziehen.

Ich glaube, ich werde das lassen. Ich möchte lieber mit einer gewissen Sicherheit etwas mehr Sonne, Wärme und etwas mehr Ruhe. Will weniger ungeplante Fluchten machen müssen, will in Ruhe arbeiten und entspannt meine freien Stunden genießen und ich möchte, bevor ich im Sommer möglicherweise auch in Schottland einiges an Regen abkriegen könnte, gerne noch ein wenig Frühling und Frühsommer erleben.

Zudem, ich will ein weiteres Buch fertig schreiben, ohne immer wieder Stromprobleme zu kriegen, will hier wieder regelmäßige Lebenszeichen geben und möchte trotzdem Zeit für Entspannung und Spaß behalten.

Dankbar bin ich immer noch dafür, dass ich mir all solche Dinge so einplanen kann, wie sie mir hoffentlich am besten tun. So, dass meine Ökostromversorgung klappt. Und so, dass ich täglich ganz viel Spaß daran habe, ausreichend Zeit mit meinen Fellnasen draußen zu verbringen!

Ich weiß, dass meine Klagen für manch einen von Euch, die sich mit „The Beast from the East“ auseinandersetzen, etwas nach Jammern auf hohem Niveau anhören. Aber da mein Leben sich in einem Zuhause von etwa 12 m2 Grundfläche auf Rädern abspielt, zumindest dann, wenn ich die Umgebung nicht mit einbeziehen kann, sind Ausfälle von Strom und Orkan ebenfalls eine ziemliche Belastung.

Wie reagierst Du auf schlechtes Wetter? Welches Wetter mögt Ihr, und welches eher nicht?

 

Hab einen wunderbaren Tag!

Deine Diana

 

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