Raus aus der Tretmühle! – Rein in lebendige Freiheit & Unabhängigkeit!
Arbeit, Träume & Leben im Einklang. – Den eigenen Weg leben!

Jetzt schreibe ich doch schon wieder einen Beitrag für den Reiseblog, denn ich habe den Eindruck, dass ich in den letzten zwei Wochen so viele intensive Eindrücke bekommen habe, dass ich Dich gerne daran teilhaben lassen möchte.
Zum einen war ich an der spanischen, insbesondere aber auch an der portugiesischen Atlantikküste. Das Wetter war überall eher suboptimal – zumindest für im Dezember, Januar und auch noch im Februar sehr witterungsverwöhnte Menschen, wie mich. Es war zeitweise recht kalt, insbesondere aber habe ich unter Sturm und Regen gelitten.

Aber es gab auch noch einen anderen Eindruck, den Portugal bei mir hinterlassen hat. Ich fand das Land wunderschön. Ich habe schöne Landschaften, Grün und Bäume, hübsche Orte und Örtchen genossen und bemerkt, dass die Leute freundlich und oft hilfsbereit waren. Danke gehört zu den meistgebrauchten Worten. Viele Leute sprechen ein ordentliches Englisch und sind auch gerne bereit sich in dieser Sprache um Verständigung zu bemühen.

Gestaunt habe ich, wie wenig Bereitschaft es gab, sich im Spanischen auszudrücken. Zwar verstehen viele es. Mir schien anfänglich eine immerhin iberische Sprache, die ich ganz passabel beherrsche, ein bisschen adäquater in einem Land auf der iberischen Halbinsel als Englisch. Aber ganz eindeutig steht nicht nur in Reiseführern und Berichten, dass die Portugiesen wenig Zuneigung für die Spanier haben. Meine Erfahrungen waren ähnlich. Ich habe das jedoch sehr bedauert. Denn in Zeiten von Europa sollten doch manche Jahrhunderte alte Ressentiments irgendwann ausgedient haben.

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Irgendwie schien mir dies aber bei den Portugiesen wenig der Fall zu sein, während ich bei den Spaniern in Bezug auf ihre Nachbarn im Westen weniger Vorbehalte bemerkt habe. Ich hatte den Eindruck, dass es in Portugal unterschwellig einen leisen, aber bedeutsamen Mangel an Selbstbewusstsein gab, der gepaart mit der viel beschriebenen Melancholie, nicht sofort auffiel. Ich habe mich aber irgendwann gefragt, ob etwa eine recht waghalsige und manchmal recht aggressiv wirkende Fahrweise vielleicht das kompensierende Gegenstück eines solchen Mangels sein könnte.

Auch in Spanien wird zügig gefahren. Selbst ich bin gerne flink unterwegs, sofern ich in einem Auto sitze, welches das möglich macht. Aber manche selbst- und fremdgefährdende Waghalsigkeit, manche rüppelige Rücksichtslosigkeiten mag ich nicht besonders. Das fällt vielleicht weniger auf, wenn man sich nur an sehr abgelegenen Stränden aufhält, oder sich nur in sehr touristisch ausgelegten Hotels oder Anlagen befindet. Ich mag es aber sehr, wenn ich mich in den Alltag der Menschen etwas einklinke. Insbesondere in den der eher kleineren Orte, am liebsten außerhalb der touristischen Saison. Dann ist es mir allerdings wesentlich angenehmer, selbstbewussten und deshalb auch gelassenen Leuten zu begegnen und nicht nur einer manchmal fast übertriebenen Freundlichkeit, hinter der ich immer häufiger Frust und Wut verspürte.

Zwei Mal habe ich erlebt, dass ich in einem Restaurant zuerst einmal einfach nur einen Wein trinken wollte. Beim ersten Mal wurde mir ärgerlich erklärt, dass es ja wohl nicht üblich sei, in einem Restaurant einfach nur etwas zu trinken. Im anderen bot man mir an, mir eine Flasche Wein zu verkaufen. (Die ich nicht brauchte, weil ich noch eine im Auto hatte) Damit solle ich dann wieder verschwinden. Beide Lokale waren völlig leer. Bei beiden hätte es, meiner Vermutung nach, vielleicht weitere Gäste angelockt, wenn dort schon mal jemand gesessen, vielleicht sogar Wohlbefinden vermittelt hätte. Beide waren auch zwei Stunden später noch ziemlich leer.

Irgendwie schien mir der Frust der Besitzer darüber aber nicht ausreichend dafür, vielleicht mal unkonventionelle Lösungen zu suchen, zumindest daüber, ob vielleicht die Anwesenheit eines Gastes anziehend auf weitere wirken zu könnte. Dabei hatte ich in beiden Fällen den Frust über den leeren Laden mehr als deutlich gespürt.

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Jedenfalls glaube ich, dass der Ausstieg aus unbefriedigenden Lebensumständen nicht über Frust und Wut läuft. Genausowenig, wie über übertriebene Freundlichkeit und hinterrücks den Listenpreis für Touris „anheben“.
Aus Tretmühlen auszusteigen erfordert einen stabilen Selbstwert und innere Ruhe. Ich habe sie in Portugal manchmal vermisst und sie ganz erleichtert bei meiner Rückkehr nach Spanien sofort wieder „kollektiv vorhanden“ spüren können. Dafür war und bin ich gerade mal wieder richtig dankbar.

Denn mir ist über genau diese Wahrnehmungen noch einmal ganz deutlich bewusst geworden, wie sehr Mut und Gelassenheit dafür bedeutsam sind, selbstbewusst und ergebnisoffen nach anderen Lösungen suchen zu können. Jeder Ausstieg aus der Tretmühle einer zutiefst unerquicklichen Situation beginnt im Kopf. Beginnt mit dem Gedanken, dass etwas sich ändern muss. Dann kann ich mir überlegen, was denn sinnvoll sein könnte … (Etwa, dass ich das Öffnen meines Restaurants erfolgversprechender mache, wenn ich dafür sorge, dass überhaupt mal jemand sich bei mir aufhält und bei anderen Passanten den Eindruck erweckt, sich dort wohl zu fühlen!) und das dann ausprobieren, also tun.

Und genau das gilt nicht nur für portugiesische Restaurants. 😊

 

Hab einen wunderbaren Tag!
Deine Diana

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Mut, Gelassenheit und Zuversicht machen das Leben schöner!