Raus aus der Tretmühle! – Rein in lebendige Freiheit & Unabhängigkeit!
Arbeit, Träume & Leben im Einklang. – Den eigenen Weg leben!

Nachdem ich vor ein paar Wochen etwas zur Nüchternheit geschrieben und daraufhin einige Rückmeldungen erhalten habe, will ich, einfach, weil mir dieses Thema so wichtig ist, ein wenig mehr davon erzählen, welche eigenen Erfahrungen ich mit diesen Mitteln der Sucht gemacht habe.

Immerhin habe ich Euch ja auch versprochen, dass ich Euch in meinem eigenem Reiseteil sehr gerne von meiner Reise im Inneren berichten will. Und die geht tatsächlich sehr stark in die innere Klarheit und Nüchternheit. In Gelassenheit  und wohltuende Entspanntheit. Immerhin habe ich auch viele Störfaktoren eliminiert.

Vorweg so viel: Da ich weiß, wie viel Kraft es kostet, sich von manchen Suchtmitteln, die nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper abhängig machen, zu lösen, bin ich zutiefst dankbar. Nämlich dankbar dafür, dass ich keine massiven stofflichen Süchte entwickelt habe. Davor hat mich ein gehöriger Respekt immer sehr zurückschrecken lassen. So habe ich, weil ich den, zeitweise geradezu hoffnungslos anmutenden, Kampf meines Vaters gegen das Rauchen, bereits als Kind erleben durfte, nie geraucht. (ok, manchmal etwas gepafft, aber nie auf Lunge. – Und sogar mein Vater hat es dann irgendwann hinbekommen!)

Auch ein paar schon eher härtere Alkis in meinem weiteren Kinder- und Jugendumfeld, gottlob nicht in der eigenen Familie, schienen mir in ihrem Zustand sehr wenig erstrebenswert.

Trotzdem habe ich Zeiten gehabt, in denen ich sehr vieles, was schmerzlich in meinem Leben geschah, mit allem Möglichen kleingehalten habe. Das insbesondere, als auch immer stärker einige alte, gut verdrängte, üble Erinnerungen nach oben stiegen, die ich erst einmal kaum ertrug. Also wurden sie weggemacht, beziehungsweise klein gehalten. Auch mit manchmal ein bis zwei Gläschen Wein zu viel. Da ich noch viel zu wenig durchschaute, wie ein süchtiges Sich Wegmachen funktioniert und was es anrichtet, fand ich allerdings, dass so was hin und wieder ja auch nicht so schlimm sei. Dabei: Jede nicht aufgelöste Sucht ernährt sich selbst, verstärkt sich selbst und macht darüber kaputt.

Manches andere, nämlich einige hundert Seiten eines Buches ohne jede ernstliche Pause am Stück lesen, stundenlanges Glotzen, mich halb tot zu arbeiten (Die Tretmühle grüßt, sie liebt die Süchtigen!) zu viel essen, oder immer für andere, viel zu selten für mich selbst da sein, … habe ich lange gar nicht mal als süchtiges Verhalten erkannt.

Und da ich zwischen solchen Auswüchsen ja immer hin und her geswitcht bin, keinen davon wirklich übertrieben habe, war das Verkennen, ja das Übersehen, auch ziemlich einfach.

Erst eine sehr intensive Beschäftigung mit mir selbst, meinen alten Belastungen und Schmerzen, hat viel Druck aus meinem Leben genommen. Der Wegfall des Drucks hat für mich weniger wichtig werden lassen, mich in dämpfende Auswege flüchten zu müssen. So wurde der Abschied von mancher süchtigen Verhaltensweise leichter. Ich konnte es lassen, immer öfter und immer leichter. Genau dadurch habe ich auch Raum dafür gewonnen, mich meinen wirklichen Sehnsüchten zu widmen. Meinen Ausstieg aus der Tretmühle anzugehen.
Manchmal kommt vom Druck aber auch wieder etwas zurück. Je stärker die Tretmühle regiert, umso schneller. Aber ich bemerke doch immer rascher, was gerade passiert. Manchmal einfach deswegen, weil der Wunsch nach irgendwas (Lesen, Glotzen, Wein … ) wieder so eine seltsame Eigendynamik kriegt. (denn ohne die kann es ja auch ganz schön sein…)

Folglich schaffe ich es schneller, an das eigentliche Problem zu gehen, möglichst zielstrebig dort gegen zu steuern. So kann ich danach plötzlich wieder nüchtern, klar und lebendig in all meinen Gefühlen da sein.

Das aber ist besser, als jedes Glas Wein zu viel, jedes überflüssige Stück Schokolade (also alles nach dem ersten genossenen Riegel), jede sonstige Form der Selbstbetäubung. Im „Suff“ und zwar in wirklich jeder Form davon(!) fühlt sich sogar Glück nur schal an.

Nüchtern und in mir zentriert, ist selbst Trauer richtig, der Situation in der Regel sehr angemessen und gut. Dann kann sie auch wieder gehen und anderen Gefühlen, meistens sogar schöneren Platz machen. Und nur ziemlich klar und nüchtern habe ich meinen Ausweg aus der Tretmühle finden und umsetzen können!

Twist in my Sobriety!

Hab einen wunderbaren Tag!

Deine Diana

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Mut, Gelassenheit und Zuversicht machen das Leben schöner!