Raus aus der Tretmühle! – Rein in lebendige Freiheit & Unabhängigkeit!
Arbeit, Träume & Leben im Einklang. – Den eigenen Weg leben!

Nein, damit meine ich nicht, dass Du Dich am Ende der Karnevalstage erst einmal ins Bett legen und Deinen Rausch ausschlafen sollst. Wobei, natürlich kann auch das erst einmal not-wendig sein, genau das zuerst zu erledigen.

Aber ich bemerke nicht nur immer wieder, wie sehr es mich nicht nur von meinem Weg abbringt, wenn ich meine Nüchternheit verliere. Ich bin vielmehr der Überzeugung, dass zuverlässig nüchtern zu sein, es fast unmöglich macht, in der Tretmühle und in dem damit verbundenen leb- und lieblosen Alltag zu verbleiben. Sie ist also Voraussetzung für den Ausstieg.

Das klingt erst einmal ziemlich heftig, weiß ich. Aber ich registriere immer wieder, dass Menschen ihr Tretmühlendasein nur ertragen, indem sie sich zumindest stundenweise aus dieser Welt weg und raus schießen. Und ich habe durchaus auch eigene Erfahrungen damit. Dafür ist tatsächlich auch Alkohol ein probates Mittel, aber es geht genauso gut mit Zigaretten, übers Fressen, sogar mit Kotzen. Selbstverständlich auch mit Drogen oder Medikamenten. Und für alle, die es ihrer Umwelt oder sich selbst nicht so deutlich präsentieren wollen, es klappt sogar über zahlreiche sozial anerkannte Tätigkeiten. Glotzen, Lesen, im Netz surfen, shoppen! All das kann rasch suchtartig ablaufen, nämlich dann, wenn es dafür genutzt wird, den Schmerz über den Alltag der auslaugenden, seelentötenden Tretmühle zu betäuben.

Es lohnt sich wirklich, bei all diesen Varianten, sich die Unerträglichkeit des Seins erträglich machen zu wollen, sehr genau hinzuschauen. Für mich habe ich viel daraus gelernt. Aber ich denke, es lohnt sich für jeden mal genau hin zu schauen!

Denn über Suchtverhalten wird nicht nur der Schmerz getötet. Selektives Gefühle killen ist einfach nicht möglich. Über die Sucht schneidest Du Dich von allem ab, was du fühlen kannst, wenn Du nüchtern bleibst. Von einem unglaublichen Reichtum an Freude und Wut, Ärger und Spaß, Leichtigkeit und Bedrückung, Lust und Frust und allem, was da sonst noch, als adäquate Reaktion auf das Geschehen in deiner Umwelt auf Dich einprasselt. Oft ist das Ausblenden aus diesem Reichtum an gesunden Gefühlsregungen, als Antwort auf das Leben, wie es ist, (auch auf das der Tretmühle!!) der erste, aber nahezu unaufhaltsame Schritt in die Depression.

Die bezeichnen wir dann lieber als Burnout. Denn so benannt, vermittelt der Begriff der Krankheit (natürlich einer Depression!) an der wir dann plötzlich leiden, doch immerhin, dass wir vorher malocht haben, wie die Brunnenputzer. Und auch, dass wir, weil wir sooo viel geschuftet haben, jetzt einfach nicht mehr können.

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Manche nutzen probater Weise vor ihrem Zusammenbruch auch gerne die Arbeit selbst als Suchtmittel. Gesellschaftlich hoch anerkannt! Denn es bringt, wenn Du Glück hast nicht nur Lob vom Chef. Nein, auch das Mitleid aller in Deinem Umfeld ist Dir beinahe gewiss, wenn Du zusammenklappst, weil Du ja immer soo viel zu tun hattest.

Ich sehe dem immer wieder mit Entsetzen zu, weil ich vieles zu gut erkenne, weil ich es auch selbst erlebt habe.

Ich hatte Freundinnen und Freunde, die sich über ihre Arbeit weggeschossen haben. Die eine lange Autofahrt von oder zu einem Termin dann dazu nutzen über eine Freisprechanlage und mit nervtötenden Backgroundgeräuschen ihre Sozialen Kontakte „zu pflegen.“ In einem Gespräch, bei dem die halbe Aufmerksamkeit durch die Straße gebunden ist.

Ich kenne Menschen, denen ich gerne von einer wunderbaren Idee oder aufregenden Entwicklung in meinem Leben berichtet hätte. Von denen habe ich mit einem Blick auf die Uhr und einem auffordernden Lächeln gehört: „Du hast 20 Minuten Zeit! Dann muss ich noch …“

Diese Dominanz der Tretmühle ist nur zu ertragen, wenn Du konsequent nicht nüchtern bist. Wenn Du Dich mit allem wegschießt, was Du finden kannst. So kommen Tage zustande, in denen Du dich erst mit der Maloche selbst, anschließend mit einem viel zu reichlichen (aber guten!) Essen weghaust und anschließend beim Glotzen, Surfen etc. mit Alkohol wegschießt.

Konsequenzen sind nicht nur schlechter Schlaf und Depressionen. Es gibt auch körperliche Zusammenbrüche, mit denen das gesamte System darauf aufmerksam machen will, dass es so nicht weiter geht. Und damit es dann doch weitergeht, bietet die Schulmedizin dann noch viele Mittel, die den Krug noch eine Weile länger zum Brunnen gehen lassen, bis er bricht.

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Werde nüchtern! Lass den ganzen Schrott, mit dem Du Deinen Schmerz und Deine Ängste kaputt haust einfach mal komplett weg! Du wirst Dich wundern, was dann alles so passiert!

Bevor ich abgereist bin, hatte ich bereits vieles an meinem Leben (wie ich voller Dankbarkeit finde, zum Guten) geändert. Ich hatte auch den Eindruck, meine Lieblingssuchtvarianten längst eliminiert zu haben.

Dennoch habe ich gestaunt: Kein Nachrichten schauen, keine Zeitung lesen, überhaupt weniger Lesen, weil anfangs meine Stromversorgung das noch gar nicht bis in die Puppen ermöglichte. (jetzt geht´s 😊) Wenig essen, kaum was drin im Kühlschrank, gar kein Alkohol … Ich habe gestaunt, in welcher Klarheit dann wieder plötzlich ganz neue Gedanken und Gefühle aufkamen. Und ich hatte bei stundenlangem Fahren auch stundenlang Zeit, mir die anzusehen und zu fühlen, was dadurch ausgelöst wurde.

Nicht schlecht! Auch nicht immer lustig. Dafür enorm bereichernd. So bereichernd, dass ich manche Einschränkungen beibehalte, weil ich spüre, wie ungemein lebendig sie mich werden lassen. Wie viele wunderbare Ideen da aufsteigen! Welche, auch weniger angenehme Gefühle endlich einmal von mir bemerkt werden, manchmal durchlitten, dann aber friedlich werden dürfen. Das gehörte, insbesondere in den ersten Wochen meiner Reise zu den beeindruckendsten Erfahrungen, die ich machen durfte.

Die sich nahezu zwangsläufig ergebende Nüchternheit hat mir nach einigem Schmerzen, manch einer diffusen Angst plötzlich auch eine ungeheure Freude, Erleichterung, Begeisterung geschenkt. Einfach nur, weil ich den ersten Teil ausgehalten, durchlebt und nicht weggehauen habe.

Twist in my sobriety! Ja, Nüchtern wird die Tretmühle so unerträglich, dass die Ideen und die Kraft zum Austeigen von ganz alleine hochploppen. Davon kann ich ein Lied singen! Die Tretmühle ist nur „Im Suff“, welcher Art auch immer zu ertragen.

Auch darum macht sie krank, depressiv und kaputt.

Werde nüchtern! Tanze und singe in Deiner Nüchternheit! Sie zeigt Dir den lebenswerten Weg. Sie bietet Dir und Deiner Seele den Raum, den Du eigentlich brauchst.  Nüchtern gewinnst Du sogar die Zeit für die Pflege guter und bereichernder Kontakte zu Deinen Mitmenschen. Oft viel mehr, als nur zwanzig Minuten.

 

Hab einen wunderbaren Tag!

 

Deine Diana

Magst Du mir sagen, welches Deine Erfahrungen zu Nüchternheit und zum Wegschießen sind? Ich würde mich freuen!

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Mut, Gelassenheit und Zuversicht machen das Leben schöner!