Raus aus der Tretmühle! – Rein in lebendige Freiheit & Unabhängigkeit!
Arbeit, Träume & Leben im Einklang. – Den eigenen Weg leben!


Ich empfinde im Moment viel Dankbarkeit für meinen bisherigen Ausstieg aus der Tretmühle. Für jeden gelingenden kleinen Ausstieg ist es für mich von elementarer Bedeutung, zu wissen, was ich wirklich will. Und auch jetzt, auf meiner Reise erfahre ich diesbezüglich immer wieder Neues, oder bekomme alte Ideen bestätigt, die mich schon leiten.

Was ich für ein zufriedenes Leben brauche, kann allerdings manchmal noch etwas anderes sein, als das, was ich will. Es hat sich mir oft viel leiser aufgetan, als mache Dinge, die ich als sehr hilfreich dafür empfand, nun ein glückliches Leben zu führen.

Ich habe schon als Kind viel Unsicherheit erfahren. Manche damit verbundenen Umstände haben bei mir ein starkes Sicherheitsbedürfnis ausgelöst.

Aufgrund dessen staune ich manchmal, wenn ich nun während meiner Reise darauf angesprochen werde, dass es sehr mutig sei, als Frau alleine so zu reisen, wie ich es gerade jetzt mache. Selten auf Campingplätzen, größere Ansammlungen von Wohnmobilen selbst dann meidend, wenn die an einem wirklich schönen Platz herumstehen.

Vorgestern Morgen habe ich bei der Rückkehr vom frühen Spaziergang mit meinen Hunden deswegen lächeln müssen. Weil ich mich – an einem wunderschönen Platz – zwar in die Nähe von drei anderen Fahrzeugen hingestellt hatte, aber auf der anderen Seite eines Weges zu einer von dort aus gut erreichbaren, hübschen, kleinen Bucht.

Kürzlich habe ich einen schönen und sonnigen Nachmittag an einem anderen kleinen Strand verbracht, an dem ich auch, von Beginn an, nur für ein paar Stunden bleiben wollte. Ein durchaus freundlicher, älterer Herr kam zu mir gelaufen, nachdem ich deshalb in der Nähe des Weges zur Ausfahrt parkte. Er begrüßte mich freundlich, erklärte mir jedoch dann mit einer leisen Missbilligung, dass ich doch ungewöhnlich stehe.

Solche versteckten Beinahe-Forderungen mich doch bitte ordentlich in die Reihe der sechs anderen bereits parkenden Fahrzeuge einzuordnen, irritieren mich sehr. Ich käme nie auf die Idee jemandem anzuraten, umzuparken. (Es sei denn er parkt in einem Barranco, durch den mit großer Wahrscheinlichkeit nachts ziemlich viel Wasser rauscht, welches des Öfteren Autos ins Meer spült.) Aber ich mag auch den Eifer nicht, mit dem manch einer weiß, was andere „tun müssen“.

Ich höre sehr gerne zu, wenn mir jemand von seinen eigenen Erfahrungen berichtet. Ich lerne immer wieder aus solchen Erzählungen etwas, was mir nutzt oder weiterhilft. Ich bin dankbar für jede noch so kleine hilfreiche Antwort, wenn ich wirklich einen Rat oder eine Unterstützung benötige. Aber unerbetene Rat-Schläge, die mich zu etwas drängen wollen, was ich, mit für mich wichtigen Gründen, gar nicht möchte, nerven mich manchmal ungemein.
Auch an dem Tag, an dem mir dieser ordnungsbewusste Mann begegnete, berichteten mir Reisende, sie seien von einem Strand geflohen, an dem die dort parkenden Wohnmobilisten untereinander handgreiflich geworden sind. Das deshalb, da einer wütend war. Einfach, weil ein anderer nicht akzeptiert hatte, dass von ihm aufgestellte Wasserkanister während der Zeit seiner Abwesenheit mit seinem Caravan markieren sollten, dass er diesen Platz für sich beanspruchte. Quasi als Handtuchersatz auf der Liege am Pool.

Mag sein, dass manche sowas sogar prickelnd, zumindest richtig finden. Mich törnt es ungeheuer ab. Ich fühle mich unter solchen Leuten auch dann unwohl, wenn sie sich gerade nicht kloppen. Allein die innere Haltung ähnelt zu sehr manchen, unter denen ich schon gelitten habe, so dass ich sie unbedingt vermeide. Und ich spüre sie oft deutlich!

Es tut mir gut, wenn ich davor geschützt bin, weil ich solchen Leuten und entsprechenden Ratgebern oft genug aus dem Weg gehe. Denn sonst gerate ich in einen Kampfmodus, der weder mir dienlich ist, noch dem Wohlbefinden derjenigen förderlich, gegen die ich dann mit viel Energie antrete. Meine Kraft mag ich aber dort gar nicht mehr verschwenden.

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Ich weiß also, ich fühle mich allein oft geschützter, als unter manchen Menschen. Ich brauche durchaus viel Kontakt, aber nicht pausenlos. Und manches, sowie manches Verhalten von Leuten brauche ich gar nicht.

Ich bin extrem gerne draußen, deshalb auch gerne jetzt im Süden und mit klimatischen Bedingungen unterwegs, die das immer wieder gut möglich machen.

Ich kann gut alleine sein, wenn und solange ich weiß, wie und wo ich den Kontakt bekomme, den ich brauche.

All das trägt, zusammen mit meinem endlich gefundenen Lebens- und Arbeitskonzept, welches mich einigermaßen ordentlich ernährt, gut dazu bei, dass ich mich ausreichend sicher fühle.

Da ich zudem meinen Großen habe, der mich zuverlässig beschützt, bin ich es dann tatsächlich auch dann, wenn ich mir ein schönes, aber einsames Plätzchen aussuche, während ich unterwegs bin.

Mit dieser Sicherheit schwinden Ängste. Nicht nur die, die manchmal mit allem Grund da waren, sondern auch diffuse, an alten Erfahrungen klebende, die noch viel schwerer zu ertragen sind.

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Im Moment stehe ich sehr zufrieden neben einer, ebenfalls alleine, aber genau wie ich mit zwei Hunden reisenden, jungen Engländerin.

Das gefällt mir. Gut sogar. Wir haben ähnliche Wünsche, wir reden gerne miteinander, schauen unseren dann insgesamt vier Hunden gerne beim Spielen und auch beim aufmerksamen Bewachen ihres jeweiligen Zuhauses zu, lachen miteinander. Aber wir können beide auch gut zurück an unsere anderen Beschäftigungen gehen.

So zu leben, macht mich sehr dankbar!

  • Dafür, dass ich immer wieder nette Menschen treffe, bei denen ich mich wohl fühle, weil sie reflektiert genug sind und eigenverantwortlich leben, statt durch besser wissen, was andere zu tun haben, immer wieder übergriffig zu werden.
  • Dafür, dass ich mir die Zeiten meiner Arbeit und die meines draußen herum Stromerns so einteilen kann, dass ich damit immer wieder sehr glücklich bin.
  • Dafür dass mein altes Auto zuverlässig fährt und mein Hund mich bewacht, meine Einnahmen zwar durchaus noch wachsen dürfen, aber mich trotzdem ernähren.
  • Und dafür, dass ich allem ausweichen kann, was mir nicht guttut, weil ich mobil genug bin, um dann einfach weiter zu ziehen.
  • Für immer wieder wunderbare Plätze, an denen ich meine Tage verbringe.
  • Und für so viel Licht und Sonne im Winter und Schönheit, die mich umgibt.

Manche noch offenen Sehnsüchte werden mir klarer, weil ich Rahmenbedingungen habe, in denen ich sie spüren kann. Manche alten Erfahrungen stehen an, weil sie noch mal betrachtet, erlebt und vielleicht auch nochmal durchlitten werden wollen, damit sie sich dann wieder ein Stück mehr verabschieden können.
Ich bemerke, dass für all das in meinem Leben nun ausreichend Raum entsteht. Dass für alles das die richtige Zeit da ist oder kommt. So kann ich auch dem gelassen entgegensehen. Manches wird bleiben, wie es ist. Einiges werde ich zum Guten weiter verändern können. Und allem Sicherheitsbedürfnis zum Trotz, den Mut dafür habe ich, die notwendigen Dinge auch wirklich anzupacken. Das weiß ich aus vielen Erfahrungen, die ich auf meinem Weg aus der Tretmühle heraus bislang machen durfte.

Ich bin froh, dass ich aus dieser Mühle herausgekommen bin.

Zu manchen Stadien des Elends im Innen und Außen des Lebens auf dem Weg dorthin, möchte ich nicht mehr zurück. Aber ich bin wirklich überzeugt, dass ich (sogar bei meinem ausgeprägten Bedürfnis an Sicherheit!) inzwischen das sichere Vertrauen haben darf, dorthin auch nicht mehr zu müssen. Einfach weil ich meinen Weg inzwischen gefunden habe.

 

Kennst Du solche Zustände der Dankbarkeit?

 

Hab einen wunderbaren Tag

 

Deine Diana

 

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Mut, Gelassenheit und Zuversicht machen das Leben schöner!